The Project Gutenberg eBook, J. C. Lavater's Sittenbchlein fr das
Gesinde, by Johann Caspar Lavater


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Title: J. C. Lavater's Sittenbchlein fr das Gesinde


Author: Johann Caspar Lavater



Release Date: October 25, 2013  [eBook #44036]

Language: German

Character set encoding: ISO-8859-1


***START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK J. C. LAVATER'S SITTENBCHLEIN FR
DAS GESINDE***


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J. C. Lavaters

Sittenbchlein
fr
das Gesinde.







Homburg vor der Hhe,
bey G. C. Gllner,
=1773=.




    Sollten Menschen, meine Brder,
    Mir, wie Gott, nicht theuer seyn?
    Sollt ich sie nicht gern erfreun?
    Wir sind alle Christi Glieder;
    Christi, der fr alle starb,
    Allen Gottes Huld erwarb!




[Dekoration]

An die Herrschaften.


[Dekoration]

Ich hoffe, christliche Herrschaften, da ihr fr dieses Bchlein Gott,
dem Urheber alles Guten, von Herzen danken, und viel Nutzen und Segen
daher fr eure Dienstboten und fr euch erfahren werdet. Ich bitte
euch also, machet ihnen ein Geschenk damit; aber, wenn ihr es ihnen
bergebet, so thut es mit christlicher Sanftmuth und Freundlichkeit,
ohne krnkende Vorwrfe, wenn ihr sie etwa noch nicht so findet, wie
die Bchelchen sie haben will. Damit wrdet ihr nur machen, da sie
es berall nicht, oder nicht mit Nutzen und Erbauung lesen. --

Aber, noch angelegentlicher, dringender und herzlicher bitt ich euch,
um eurer selbst, eurer Gewissensruhe, und um eurer himmlischen
Seeligkeit willen: _Seyd auch ihr nicht ungerecht und unbrderlich
gegen eure Dienstboten! Unterlasset das Druen, und vergesset es
nicht, da auch ihr einen Herrn im Himmel habt, vor dem kein Ansehen
der Person gilt, und der jeglichem nach seinem Thun vergelten wird._

Seyd freundlich, sanft und treu gegen sie! Verachtet sie nicht, damit
der Herr des Himmels und der Erde euch auch nicht verachte! Seyd
billig gegen sie! Ladet ihnen nicht zuviel auf! Habet Geduld mit ihren
Schwachheiten, und beweiset Langmuth mit ihren Fehlern, damit Gott
sich auch gegen euch langmthig beweise. Verlumdet sie nicht; klaget
nicht bey fremden ber sie. Rcket ihnen alte Fehler nicht vor. --
Seyd auch zufrieden mit ihnen, wenn sie ihre Sache recht machen. --
Seyd ihnen ein Beyspiel des Glaubens, der Liebe, der Geduld, der
Gottseeligkeit -- und beweiset ihnen in gesunden und kranken Tagen,
da Christi Geist und Sinn in euren Herzen wohnet, und da ihr euch
ber sie als Miterben der Herrlichkeit Christi freuet.

  Zrich, den 17 Nov.
        =1772=.

                        =J. C. Lavater.=




Mein lieber Dienstbote, Hausknecht oder Hausmagd, la dir von einem
christlichen Bruder ein Wort der Ermahnung und des Raths in die Hnde
geben; ein Wort, das der Geist der Wahrheit und der Liebe an dir, und
durch dich vielleicht auch andern segnen wird.

Wenn du weise bist, so wirst du auch ein Verlangen haben, dem zu
gefallen, der dich erschaffen hat, und der ein Herr ist des Himmels
und der Erde.

Du wirst mit Freude und Dank daran gedenken, da du so gut, als alle
Herren und Frauen, als alle Knige und Kniginnen zu Gottes
Haushaltung und zu den Geschwistern Jesu Christi gehrest, und durch
Jesum Christum zur ewigen Freyheit, Miterbschaft seines himmlischen
Reiches, und zur Herrschaft ber Alles berufen bist.

Du wirst also gern deine wenige Lebenstage auf Erden so zubringen
wollen, da du der groen Herrlichkeit sicher und gewi seyn knnest,
welche Gott allen seinen Kindern, sie mgen hienieden Knechte oder
Herren heissen, durch Jesum Christum bereitet hat, und schenken will.

Hierzu mchte ich dir, mein bekannter und unbekannter Bruder, oder
meine Schwester, nach dem Maae der Gabe und Liebe, die Gott durch
Jesum mir mitgetheilet hat, einigermaen durch diese kleine Schrift
behlflich seyn.

Ich kan mir vorstellen, da du nicht viele Zeit habest zu lesen, und
dennoch gern auch einen besondern Unterricht httest; -- Hier giebt
dir Gottes Frsehung, die auf dich eben sowol, als auf die Frsten und
Knige der Erde, ihr vterliches Augenmerk richtet, einen kurzen,
einfltigen Unterricht in die Hand.

So viel Zeit wird dir wol brig bleiben, die kleine Bchelchen alle
Monate wenigstens Einmal durchzulesen, und dein Herz, deine Gesinnung
und deine Auffhrung darnach zu prfen, das ist, dich vor Gott und
deinem Gewissen zu fragen, ob du dich so betragest, so gesinnet
seyst, wie dein guter und weiser Herr im Himmel aus den besten
Absichten verlangt, da du gesinnet seyn und dich betragen sollest. --

Vor allen Dingen, mein lieber Dienstbote, freue dich, da du ein
Geschpf der unsichtbaren alles belebenden ewigen Liebe bist! Da du
zur Offenbarung der herrlichen Vollkommenheiten Gottes erschaffen
bist; bestimmt bist, Gottes unerschpfliche Gte immer mit mehr
Freyheit und Freude zu genieen, deinem Schpfer, und seinem
sichtbaren und herrlichen Sohn und Ebenbilde Jesu Christo hnlich zu
werden. Gottes Weisheit soll deinen Verstand erleuchten; Gottes Gte
dein Herz erwrmen, und zu allem Guten antreiben; Gottes Kraft deinen
Krper und deine Glieder zum Dienste deiner Seele beleben.

Freuen sollst du dich, und frohlocken in deinem Geiste, da du durch
Jesum Christum zur Aehnlichkeit und ewigen Gemeinschaft mit Gott
berufen bist! Dich freuen und frohlocken, da Gott durch Jesum
Christum dich von jedem Uebel, von allen Hindernissen deiner Freyheit
und Seeligkeit erlsen, durch ihn zu einem guten, unsterblichen,
unaufhrlich seeligen Menschen machen will -- das sollte dir recht
wichtig seyn; das dich mehr freuen, als jede Freude, jedes
vergngliche Glck dieser Welt, das dir jeden Augenblick entrissen
werden kan, und nach wenigen, wenigen Jahren gewi entrissen werden
wird. --

Freue dich der Gte und Macht, die dich bis auf diese Stunde ernhrt,
erhalten, behtet, und auf mancherley Weise gesegnet hat! --

Solltest du es fr ein geringes achten, da du in der Christenheit
geboren und zur Erkenntni des allerbesten Gottes und Vaters Jesu
Christi erzogen worden bist? da du ein Christ bist, und einer
christlichen Herrschaft dienen kannst?

Gottes Alles leitende Frsehung, das ist, Gott selbst, der weiseste
und gtigste Vater wollte, da du ein Dienstbote seyst, und deine
Krfte zum Dienst und zur Hlfe anderer Menschen anwendest. Freue dich
auch dieser Leitung, und dieses Willens Gottes. Alles, was Gott will,
ist gut. Er will nicht nur das Gute, sondern das Beste. Es ist besser,
da du Knecht oder Magd, oder Kinderwrterin, oder sonst eine Art
Dienstbote seyst, als etwas anders. Traue es der guten Frsehung
Gottes einfltig zu; der Frsehung, ohne deren Willen nicht einmal ein
Sperling auf die Erde fallen kan; -- Gottes Wille ist es, da du
andern, die nach ihren usserlichen Umstnden hher sind, als du,
dienest -- _Wie Gott nun einen jeden berufen hat, also wandle er_ --
Auf usserliche Umstnde und Vorzge kommt es gar nicht an -- _Nur auf
die Erfllung der Gebote Gottes; in welchem Beruf ein jeder berufen
worden, in demselben bleibe er. -- Bist du ein Knecht zu seyn berufen,
so la dir das keine Sorge machen -- denn, wer ein Knecht zu seyn
berufen ist, in dem Herrn_, das ist, im Glauben an des Herrn Weisheit
und allwaltende Gte, _der ist ein Gefreyter des Herrn. -- Ihr Brder
und Schwestern, jeglicher verbleibe vor Gott in dem, wozu er berufen
ist._ 1. Cor. VII.

Denke nicht, da du in diesem Stande nicht fromm seyn, bey dieser
Lebensart Gott nicht dienen, und seinen Willen nicht vollbringen
knnest. Nein! Man kan in jedem Stande, bey jeder Lebensart demjenigen
dienen, und dessen Absichten befrdern und erfllen, der uns in diesen
Stand gesetzt, und uns in diese Lebensart hineingefhrt hat. Seiner
Herrschaft treu dienen, heit Gottes weiser und guter Frsehung, heit
Gott selber dienen und folgen. Nicht allein Beten ist Gottesdienst;
sich nach dem Willen der Frsehung, sich nach denen Umstnden richten,
in welche uns diese Frsehung gesetzet hat, auch das ist Gottesdienst.
Nicht diese oder jene besondre Uebung der Andacht, des Lesens, des
Nachdenkens, nicht das Kirchengehn und Abendmahl halten, machen das
Wesen der Religion aus; sondern das ist ein vernnftiger, ein weiser,
Gott angenehmer Gottesdienst, wenn man seinen Leib, alle seine
Glieder, alle Krfte seines Geistes und Krpers Gott und seiner
Frsehung zum Opfer bringt, und so gebraucht, wie Gottes Wort, unser
Gewissen und die Umstnde, in denen wir uns befinden, es erheischen;
-- seinem eignen Willen, seinem Vortheil, seiner Ehre entsagen, um
dem bessern Willen Gottes zu folgen, der uns immer zu einem grern
Glcke fhrt, als dasjenige ist, welches wir mit unserm eignen Willen
suchen.

Diene also deinem Gott! Lebe zur Ehre deines Herrn, und sey eine
Zierde der Religion dadurch, da du in deinem Berufe treu, gehorsam,
willig, freudig, und gewissenhaft seyst. Ja, du mein Bruder, meine
Schwester, die mit mir in Einem Dienste stehen, in dem Dienst unsers
Herrn Jesu Christi, ich bitte dich, erzeige dich in allen Dingen ohne
einige Ausnahme treu, redlich und gewissenhaft. -- Handle in aller
Einfalt immer so, wie du es mit aller Billigkeit von einem Dienstboten
verlangen knntest, wenn du die Herrschaft wrest! Was du in diesem
Fall an einem Dienstboten ungern httest, das sollst du niemal gegen
deine Herrschaft thun.

Httest du es gern, wenn du Herr oder Frau wrest, wenn ein Dienstbote
dich bestehlen, betrgen, verlumden, dir widersprechen, widerstreben,
und irgend etwas zu leid thun wrde? -- Httest du es billiger Weise
nicht gern, wenn dir dein Dienstbote Achtung und Ehrerbietung
bezeigen, deinen Nutzen und Vortheil auf jede redliche Weise
bestmglichst suchen und befrdern wrde? wenn er sich deinen Nutzen
und deine Ehre mehr, als seine eigene angelegen seyn lassen wrde?

So sollst du derohalben gegen deine Herrschaft gesinnet seyn!

Uebe dich tglich in dieser Gesinnung; gewhne dich, dich oft an ihre
Stelle zu setzen, um zu merken und zu empfinden, wie es ihnen
vorkommen, wie ihnen zu Muth seyn msse, wenn du ihnen gehorchest,
oder nicht gehorchest; die und jenes thust, oder unterlssest.

Je mehr du dieser einfltigen Regel folgest, desto ruhiger,
gesegneter, beliebter, glcklicher wirst du seyn; desto freyer und
lieber an Gott denken; desto kindlicher und zuversichtlicher zu ihm
beten drfen; desto augenscheinlicher, gndiger, und erfreulicher wird
er dich erhren.

Sey auf den ersten Wink gehorsam! La dir nichts zweymal sagen, dir
nicht zweymal rufen. Brich, brich deinen Eigensinn!

Der Herr des Himmels that nicht seinen Willen, hatte keinen Eigensinn,
da er auf Erden herum gieng; er machte sich zum Knecht aller Knechte!
Urtheile nun, was dir gebhre! Willst du mehr seyn, als Er? Soll dein
Wille mehr gelten, als der seinige? Willst du weniger gehorchen, als
er gehorchte? -- Die Stimme deiner Herrschaft, wenn sie dich nichts
bses heit, soll dir seyn, wie die Stimme Gottes; ihr nicht
gehorchen, soll dir nach und nach eben so unmglich werden, als Gott
nicht zu gehorchen.

Nichts soll dich von dem schnellen, willigen, genauen Gehorsam gegen
deine Herrschaft abhalten. Nichts dir die Bereitwilligkeit, ihr aufs
allerbeste zu dienen, rauben knnen.

Sey redlich und treu gegen deine Herrschaft! Nichts soll dich
verfhren, etwas groes oder kleines zu entwenden, zu veruntreuen, zu
verstecken, oder von dem Ihrigen zu verkaufen, zu versetzen, oder zu
verschenken; keine Speise, nichts Uebergebliebenes; nichts, keinen
Bissen Brod, kein Becken mit Zugem, keinen Faden! Verrechne auch
keinen Heller mehr als du ausgegeben hast; -- das wrde dir ber kurz
oder lang unfehlbar vor Gott und Menschen schdlich und schndlich
seyn. _Wer im Kleinen untreu ist, der ist es auch im Groen._

Aber treu und redlich gegen seine Herrschaft seyn, heit noch
vielmehr, als blos: Ihnen nichts entwenden oder veruntreuen.

Es heit vornehmlich an dem Wohl- und Uebelstand der Herrschaften
herzlichen Antheil nehmen; sich ihre Wohlfahrt, Ehre, Ruhe,
Sicherheit, Gesundheit mehr als alles andere angelegen seyn lassen;
ihnen in allen Umstnden, nach bestem Vermgen, mit gutem willigen
Herzen Hlfe leisten; ihnen auch in kranken Tagen mit williger Geduld
abwarten; und in allen rechten Sachen ihnen auf Wink und Augen sehen.

Zur Treue gehrt auch, da du zu allem, was ihnen gehrt, gute Sorge
tragest, nichts aus Unmuth, oder Unvorsichtigkeit verderbest,
herumwerfest, verstossest, oder vernachligest; du must fr das Ihre
mehr Sorge tragen, als fr das, was dein eigen ist.

Auch das, was aus Unvorsichtigkeit verdorben wird, ist einem Diebstahl
hnlich. -- Gegen den geringsten Schaden, den du deiner Herrschaft
zufgest, must du nicht gleichgltig seyn, und denselben allemal auf
die bestmglichste Weise wieder zu erstatten und zu vergten suchen.

Sey mig im Essen und Trinken; heimlich bereite dir keine Speise; am
allergewissenhaftesten hte dich, da du nicht zu viel trinkest, und
dich dadurch zum Dienste deiner Herrschaft untchtig, und in den Augen
deines himmlischen Herrn verwerflich machest.

Sey zufrieden mit Speise und Trank und Nachtlager. Du wirst es
bereuen, wenn du dich an niedliche heimlich zubereitete Speisen
gewhnest.

Sey zufrieden mit allen Geschften, die an dich kommen; sie seyen
leicht oder schwer, angenehm oder widrig. Wenn auch etwa ungewhnliche
Geschfte vorfallen, so la dich dadurch nicht zur Ungeduld reitzen.
Siehe auf Gott, die Ruhe deines Gewissens, und die himmlische
Belohnung.

Arbeite fleiig in dem Dienst und nach dem Willen deiner Herrschaft.

La dich keinen Augenblick mig finden.

Verschwtze deine Zeit, und deines Herrn und deiner Frau Zeit nicht.

Must du ausgehen, so sume dich ohne dringende Noth nicht auf dem
Wege! Fange nicht an mit diesem oder jenem zu schwtzen, und darber
die Angelegenheit deiner Herrschaft zu versumen, oder sie mit
Ungeduld auf dich warten zu lassen.

Es ist Untreu, Ungehorsam, Beleidigung deiner Herrschaft, wenn du die
Zeit, die du ihr schuldig bist, zu deinem Vergngen, deiner
Bequemlichkeit und nicht zum Vortheil und nach dem Willen deiner
Herrschaft anwendest.

La dich von keinem geschwtzigen Menschen auf der Strae aufhalten.
-- Behalte deine Pflicht und den dir gegebenen Auftrag genau vor dem
Auge. -- Der Befehl, der Nutzen und das Vergngen deiner Herrschaft
soll dir keine Nebensache seyn. Du sollst ihren Nutzen und ihr
Vergngen so sehr befrdern, als wenn du Christo selber zu dienen
httest, als wenn er dein Hauspatron und dein Herr wre. -- Er ists!
Ihm dienest du! Vor seinen Augen stehest du!

Thue, was du thust, in =seinem= Namen! als sein Jnger und
Stellvertreter! So wie er es thun wrde, wenn er sich in deinen
Umstnden befinden -- wie, wenn er sichtbar vor dir stehen wrde.

Was du so thust, das ist _=Tugend=_, und wenn die Sache an sich selbst
auch noch so gering und verchtlich wre; -- Was in der Liebe
geschiehet, geschiehet im Geist Christi, und nichts ist so gering, das
nicht in der Liebe geschehen kan. Nichts, das nicht durch Glauben und
Liebe geheiliget werden knne.

Was kan geringer seyn, als eine Speise kochen, ein Zimmer rein halten,
eine Nadel aufheben, eine Thr sanft auf- und zuschlieen? Und
dennoch, so gering diese Sachen an sich selber scheinen mgen, wenn
sie in _=Liebe=_ geschehen; vor dem Angesichte Christi und zur
Offenbarung seiner sich auf alle Dinge erstreckenden Gte geschehen --
so sind sie Frchte seines Geistes, sind Tugenden, sind Thaten oder
Unterlassungen, die vor Gott Ehre bringen und deine Seeligkeit in der
zuknftigen Welt grer machen werden; wenn du auch in diesen Dingen
Christo dienest, so wirst du Gott wohlgefllig, und den Menschen
bewhrt seyn.

Thue nichts, nimm nichts vor, rede nichts, das du in der Gegenwart
deiner Herrschaft und vor Gott nicht thun oder reden drftest.

Hte dich vor allem heimtckischen, heuchlerischen, verschlagenen
Wesen. Sey aufrichtig und hasse die Verstellung. Du stehest immer vor
dem Angesichte des Herrn, der in dein Innerstes siehet -- und der wird
einst wider jeden zeugen, der unredlich und arglistig war!

Siehe! die Augen des Herrn sehen rings umher auf alle Lnder, und wer
aufrichtig ist, der ist ihm angenehm!

Schmeichle deiner Herrschaft nicht! Suche nicht vor ihren Augen besser
und fleiiger zu scheinen, als du bist! Sey gut und fleiig vor ihren
Augen; und nicht minder gut und fleiig, wenn sie dich nicht sehen.
Redlichkeit ist sich allenthalben und zu allen Zeiten gleich. Sie
wei, da der so im Himmel wohnet, sie immer kennt, und Jesus Christus
ihr bestndiger Zeuge ist. Sie darf nie erschrecken, die
Aufrichtigkeit, wenn sie immer, auch von unsichtbaren Zeugen wrde
gesehen werden; nie sich schmen, wenn sie etwa, von wem es seyn
mgte, berfallen wrde.

Nur dann recht thun, nur dann fleiig seyn, wenn die Herrschaft um die
Wege ist, oder dir zusieht; und nachlssig und trg, wenn sie dir den
Rcken kehrt, heit _Augendienst_, und ist Heucheley.

Der Geist Gottes ruft den Dienstboten durch den Mund des Apostels zu:
_Seyd in allen Dingen euren leiblichen Herren gehorsam, nicht mit
Augendienst, als die ihr den Menschen gefallen wollt, sondern als
Knechte Christi mit Einfalt des Herzens, als die ihr Gott vor Augen
habt;_ Col. III, 22. _Da ihr den Willen Gottes von Herzen thut, und
mit Gutwilligkeit dem Herrn dienet, und nicht den Menschen; dieweil
ihr wisset, da ein jeder, was er Gutes thun wird, die Belohnung dafr
von dem Herrn empfangen wird; er sey ein Knecht oder ein Freyer._ Eph.
VI, 5-8.

Aufrichtigkeit, Einfalt des Herzens, Uebereinstimmung unserer
Gesinnungen mit unserm usserlichen Betragen -- ist aller Menschen
wahre Zierde -- insonderheit der Dienstboten. Viele Fehler werden
ihnen verziehen, und weniger geachtet, wenn man diese Tugend, die
gleichsam die Seele aller Tugenden ist, an ihnen wahrnimmt.

Hte dich also vor Falschheit und Lgen; hast du etwa gefehlt, oder
etwas verbrochen, oder unrecht ausgerichtet, so suche nicht dir mit
einer Lge aus der Sache zu helfen, sondern gestehe und bekenne deine
Fehler, und bitte aufrichtig um Vergebung, und la es dir fr ein
andermal zur Warnung dienen.

Ueble Laune, mrrisches, strrisches Wesen, Schalkhaftigkeit, sind an
einem Dienstboten unertrglich. Glaube an Gottes Frsehung, ohne
dessen Wille kein Haar vom Haupte fllt, und denke an das Gute, das du
genieest, mehr als an das Uebel, das du leidest, so wird es dir
leichter werden, zufrieden, ruhig, heiter zu seyn, und dich von aller
Schalkheit zu entfernen.

Hte dich vor Geschwtzigkeit und noch mehr vor Verlumdung. Sey nicht
vorwitzig, die Geheimnisse des Hauses, wo du dienest, auszuforschen
und auszuplaudern. Mache die etwaige Fehler deiner Herrschaft
niemanden bekannt; suche sie, so viel mglich, zu verdecken und geheim
zu halten.

Auch die Geheimnisse, die dir von deiner Herrschaft anvertrauet
werden, die sollst du gewissenhaft bey dir behalten, und nicht
verschwtzen, und wenn man dich auch darber fragen wrde.

Stehe vor keine Thr zu horchen, was ber dich oder andere, oder von
huslichen Angelegenheiten geredet wird.

Oeffne keinen Brief, kein Zettelchen, schiele in kein Buch; blicke
durch keinen Spalt und keine Oeffenung, etwas zu erforschen, oder
mitanzusehen, was dich nichts angehet, oder wovon du auch nur
vermuthen kannst, da es deiner Herrschaft unangenehm seyn wrde, wenn
sie dich she, oder es wste.

La dir auch von andern Dienstboten nichts aus ihren Husern erzhlen
und vorschwtzen, was im mindesten zum Nachtheil ihrer Herrschaft
gereichen knnte.

Hast du eine billige, gute und fromme Herrschaft, so danke Gott; denn
die ist ein groer Segen, den er dir gnnt. Mibrauche ihre Gte
nicht; und wisse, da du schwere Rechenschaft zu geben haben wirst,
wenn du dir diesen Segen, wenn du das Beyspiel und die Lehren und
Ermahnungen, die sie dir geben, dir nicht zu Nutze machst.

Must du aber einer schlimmen, strengen und bsartigen Herrschaft
dienen, so erkenne und verehre den Willen der alles leitenden
gttlichen Frsehung in diesem deinem Schicksal.

Murre nicht, weder wider Gott, noch wider deine Herrschaft.

Rede nicht immer von den Pflichten, die die _Herrschaft_ zu erfllen
htte; sondern denke vielmehr an die, die _du_ zu erfllen hast, und
unterwirf dich ihrem Willen und ihrer Strenge -- um Gottes willen!

Uebe dich im Dulden und Schweigen! Hte dich vor jeder Veranlassung
zum Zorn, und befleie dich um so vielmehr, ihnen niemals keine
gerechte Ursache zum Zorne zu geben. Sinne darauf, wie du jeder
Gelegenheit zum Unwillen, doch ohne Verletzung deines Gewissens,
vorkommen knnest. Bitte Gott deswegen ausdrcklich um Weisheit; um
die erfindsame Klugheit der rechten brderlichen und schwesterlichen
Liebe! Wenn du aber bey allem dem ihre Liebe und ihre Zufriedenheit
dir nicht erwerben kannst; wenn sie immerfort gegen dich mrrisch und
mit allem deinem Thun und Lassen unzufrieden sind; wenn du es deiner
Herrschaft durchaus nie recht machen kannst, so denke: da du es doch
deinem Herrn im Himmel recht machest, wenn du mit aller mglichen Treu
und Gewissenhaftigkeit, auch mit Hintansetzung deines eigenen
Vortheils und deiner Ruhe, deinem Dienst abwartest. Denke, da Gott
dich berufen, mit Christo Unrecht zu dulden, und unter dem Unrecht
auszuharren, und ein Beyspiel der Liebe, des Glaubens, der Geduld, des
Festhaltens an Gott, und der Hoffnung eines bessern Lebens zu seyn.

Seufze nie wider deine strenge und ungerechte Herrschaft! Bitte fr
sie! Je mehr du fr sie bittest, desto mehr wirst du von ihr ertragen
mgen! Desto weniger wirst du sie ausmachen und verklagen; desto
gelaner seyn bey ihren ungerechten Bescheltungen, bey ihrem Toben und
Schumen. -- Halte dich brigens immer auf ihre dich anfahrende
Strenge im Glauben an die Allwissenheit und Allgegenwart Gottes
gefat: damit du dich nie zu unbescheidnem, reizendem Widersprechen
hinreissen lassest.

Unverschmte Antworten, trotziges Betragen, freche Mienen, zornige
mrrische Blicke, die rhren nicht vom Geiste Christi her, die sind an
einem Jnger Jesu schlechterdings unertrglich, und wenn die
Herrschaft auch noch so ungerecht wre -- (Wie viel unverantwortlicher
werden sie erst gegen Herrschaften seyn, die nichts fordern, als was
billig, nichts tadeln, als was tadelswrdig ist.)

Sey auch mit einem billigen Lohne zufrieden; und nicht neidisch und
scheel! Gott ist dein Lohn -- und der Himmel deine Hoffnung, wenn du
hienieden dich in guten Werken und in der Geduld best, und _Gottes_
Wohlgefallen, _Gottes_ Reich, Ehre und Seeligkeit suchest.

Was du ohne deine Schuld zu leiden hast, das leide du vor Gott als ein
Jnger Christi! Freue dich, wenn du seiner Leiden theilhaftig wirst,
damit du dich auch in der Offenbarung seiner Herrlichkeit freuen und
frolocken mgest.

Jedes Leiden dieser Art wird dir noch in der Ewigkeit Nutzen und
Freude bringen -- jedes zurckgehaltene Wort des Unwillens, jede
unterdrckte Entschuldigung deiner selbst, wodurch deine Herrschaft
nur noch zu mehrerm Eifer gereitzt worden wre; jedes edelmthige
Stillschweigen, oder ehrerbietige Gelassenheit bey ungerechten
Vorwrfen; jedes Bestreben, Verdru und Zank abzuwenden, und demselben
zuvor zu kommen; jede Thrne des Mitleids mit dem unglcklichen
Gemthszustand deiner Herrschaft; jeder liebreiche stille Seufzer, den
du mit redlichem Herzen fr sie zu Gott schicktest; nichts von dem
allen wird von Gott vergessen werden, wird unbelohnt bleiben; das
alles wird fr deine Seele von den besten und gesegnesten Folgen seyn;
dafr werden dir einst Freuden ohne Zahl und ohne Maa zu Theil
werden.

Es ist edel und schn, um anderer Willen zu leiden; schn und edel und
Gott wohlgefllig, die zu lieben, die uns hassen; die zu segnen, die
uns fluchen; denen Gutes zu thun, die uns beleidigen, fr die zu
bitten, die uns mit Zorn und Unwillen verfolgen; denen mit aller Treue
zu dienen, die alle unsere Treue verachten; mit denen immer zufrieden
zu seyn, die niemals mit uns zufrieden sind. Das heit: In Jesu
Christi Futapfen treten, und der himmlischen Gte hnlich werden, die
auch Undankbare und Boshafte trgt; das heit: Jesum Christum ehren,
und seine Langmuth, Geduld und Gte andern Menschen gleichsam
darstellen, offenbaren und sichtbar machen. -- _Ihr Dienstboten!_ die
ist Gottes Meynung hierber -- _Seyd eurer Herrschaft mit aller Furcht
und Ehrerbietung unterthan, nicht allein den guten und bescheidenen,
sondern auch den ungeschlachten_, den bsen und wilden; _denn das ist
eine Gnade, so jemand um des guten Gewissens willen vor Gott
Traurigkeiten ertrgt, und Unrecht leidet. Denn was wre das fr ein
Lob, wenn ihr um Missethat willen mit Fusten geschlagen werdet, und
das erduldet? wenn ihr aber um Wohlthaten willen leidet, und es dann
erduldet, das ist eine Gnade bey Gott; denn darzu seyd ihr auch
berufen, weil auch Christus fr uns gelitten, und uns ein Vorbild
gelassen hat, da ihr seinen Futapfen nachfolgen sollt, welcher keine
Snde gethan hat, in dessen Mund kein Betrug erfunden ist, welcher,
als er gescholten ward, nicht wiederschalt; als er litte, drohete er
nicht, sondern berlie es dem, der da recht richtet._ 1. Petr. II,
18-23.

Sey auch mit deinem Lohne zufrieden, besonders, wenn er dir nach
Abrede, und zu rechter Zeit gegeben wird. Ueberhaupt lerne zufrieden
zu seyn mit allem, so wird alles dir zum augenscheinlichen Segen
werden.

Und nun will ich noch zwey Worte beyfgen, und alles brige deiner
eignen Einsicht, und deinem Gewissen berlassen. --

Wenn du etwa Kindern abwarten must, so thu es doch mit aller Treu und
Sorgfalt, als wenn sie deine eigne Kinder wren. Sey vorsichtig, wo du
mit ihnen hingehst, wenn du sie niedersetzest, stellst, fhrst oder
trgst. Spring nicht mit ihnen muthwillig hin und her! Verlasse sie
nie, wenn du bey ihnen seyn sollst. Lehre sie nichts Bses, sondern
Gutes. Erzhle ihnen keine Mhrlein! Nichts von Gespenstern und bsen
Mnnern; nichts vom Satan und Hexen; nichts von einem erzrnten Gotte,
wenn es donnert; nichts von dergleichen Dingen, die entweder ganz
keinen Grund haben, oder wovon du nichts verstehest, und das Kind
nichts verstehen soll. Am allerwenigsten gewhne sie zum Ungehorsam
gegen ihre Eltern; sondern suche ihnen Achtung und Liebe gegen sie ins
Herz zu pflanzen. Dein schneller Gehorsam msse ihnen zeigen, wie sehr
ihre Eltern des Gehorsams wrdig sind. -- Wenn du aber auch den
Kindern eben nicht selbst abwarten must; so sey sonst liebreich und
gefllig gegen sie. Erzeige ihnen nach ihrem Betragen und ihrem Alter
Achtung und Liebe.

In Ansehung deiner Nebendienstboten, wenn du solche hast, bezeige dich
freundlich und friedlich! Weiche Zank und Streit aus! Hilf ihnen, und
mach ihren Dienst nicht schwerer, sondern leichter! Sey ihnen ein
gutes Exempel der Treu und des Gehorsams. Tritt nie mit ihnen wider
deine Herrschaft zusammen! Verlumde und verschwtze sie nie mit
ihnen. Ermuntre sie zur Geduld und zur Treue. Sind sie frmmer als du,
so verlache sie nicht, und mach ihnen ihre Frmmigkeit nicht schwer!
Sind sie nicht so fromm, wie du meynest zu seyn, so verachte sie
nicht, verdamme sie nicht! Suche sie durch stille Tugend, unstrfliche
Treu und sanfte Gte zu gewinnen -- denn, wenn du die thust, so
kannst du dich und andere seelig machen.

Hast du etwa brige Zeit, so nutze sie zum Guten; zur Vermehrung
deiner christlichen Erkenntni und Tugend. Lies, lerne, oder schaffe
etwas ntzliches. -- Das brige, was ich dir etwa sonst noch zu sagen
htte, sey deiner eigenen Einsicht und deinem Gewissen berlassen.
Bitte Gott um Weisheit, insonderheit bey der Wahl und etwaigen
Abnderung deines Dienstes; und wenn du etwa in andere bedenkliche
Gewissensflle kommst; und gieb acht, da du dir weder durch
unchristliche Leute, noch durch unedle, unordentliche Leidenschaften
deines Herzens rathen lassest.

Die Summe als dessen, was ich dir hier sage, ist diese: Habe Gott vor
Augen, und halte seine Gebote; denn das ist die Hauptangelegenheit
aller Menschen; denn Gott wird alle Werke vor Gericht bringen; auch
alle Heimlichkeiten, sie seyen gut oder bs.

    Der Herr hat zum Gerichte
      Sich seinen Thron erhht.
    Vor seinem Angesichte
      Bleibt nicht, wer widersteht.
    Ihr khnen Snder zittert;
      Bereut noch euren Spott.
    Sein Thron wird nie erschttert;
      Der Herr bleibt ewig Gott!




    =Gebetlied=
    eines
    =Dienstboten=.


    Du aller Wesen Herr und Meister,
    Des Leibes Schpfer, Geist der Geister,
      Mein Schpfer, Vater, ich bin dein!
    Du hieest mich, o Allmacht, werden;
    Du setztest mich, dein Kind, auf Erden,
      Und deiner soll mein Herz sich freun.

    Du heissest mich den Menschen dienen,
    Ja dir nur folg ich, folg ich ihnen,
      Dir, unser aller Herr und Gott.
    Drum hilf mir, meiner Herrschaft Willen
    Gewissenhaft und froh erfllen,
      Als deinen Willen, dein Gebot.

    Bewahre mich vor bittern Klagen,
    Lehr mich mein Joch gelassen tragen;
      Und stets auf dich, auf dich nur sehn.
    Herr, lehr mich reden, lehr mich schweigen,
    Mich unbeweglich treu erzeigen,
      Und nur gerade Wege gehn.

    Der Herrschaft Glck soll mich erfreuen,
    La jeden Fehler mich bereuen,
      Und frmmer werde stets mein Herz.
    Bewahre mich vor Stolz und Neide,
    Vor Ungeduld, Herr, wenn ich leide,
      Sey du mein Trost in jedem Schmerz!

    O gieb mir Weisheit mich zu schmiegen,
    Gehorsam, Herr, sey mein Vergngen,
      Und Freude sey mir jede Pflicht.
    Mein Sitzen, Liegen oder Stehen,
    Mein Reden, Schweigen, Thun und Gehen
      Gescheh vor deinem Angesicht.

    Du bist der Treue, der Gerechte,
    Der Herr der Herren und der Knechte,
      Der Armen wie der Reichen Heil.
    Der Allerniedrigste auf Erden
    Kann gro in deinem Reiche werden,
      Hat Frsten gleich, Gott, an dir Theil!

    Ja, du wirst ewig mich belohnen,
    In deinem Himmel werd ich wohnen,
      Dort Knig mit dir Knig seyn.
    Ach! Herr, mgt ich die stets ermessen,
    Nicht dein und deines Reichs vergessen,
      Wie wrd ich ewig seelig seyn!




      *      *      *      *      *      *




Anmerkungen zur Transkription:


    Im folgenden sind die nderungen am Originaltext aufgefhrt.
    Unter der Beschreibung der nderung steht jeweils zuerst die
    Textstelle im Original, dann die genderte Textstelle.


    fleisig gendert zu fleiig:
    Nur dann recht thun, nur dann fleisig seyn, wenn die Herrschaft um die
    Nur dann recht thun, nur dann fleiig seyn, wenn die Herrschaft um die

    zusteht gendert zu zusieht:
    Wege ist, oder dir zusteht; und nachlssig und trg, wenn sie dir den
    Wege ist, oder dir zusieht; und nachlssig und trg, wenn sie dir den

    Herschaft gendert zu Herrschaft:
    und vorschwtzen, was im mindesten zum Nachtheil ihrer Herschaft
    und vorschwtzen, was im mindesten zum Nachtheil ihrer Herrschaft

    st gendert zu ist:
    st Gottes Meynung hierber -- _Seyd eurer Herrschaft mit aller Furcht
    ist Gottes Meynung hierber -- _Seyd eurer Herrschaft mit aller Furcht

    Erkeuntni߫ gendert zu Erkenntni߫:
    deiner christlichen Erkeuntni und Tugend. Lies, lerne, oder schaffe
    deiner christlichen Erkenntni und Tugend. Lies, lerne, oder schaffe]



***END OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK J. C. LAVATER'S SITTENBCHLEIN FR
DAS GESINDE***


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